Film- & Videotipps

Ob auf DVD, Netflix, YouTube, Mediatheken oder anderen Seiten - es gibt zahlreiche Dokumentationen, Reportagen, Spielfilme und Interviews über Menschenhandel, Arbeitsausbeutung und Prostitution. Viele davon kannst du dir kostenfrei anschauen (weiter unten zu finden). Wir haben hier eine kleine Auswahl für dich zusammengestellt. Spannend, berührend, informativ...

The True Cost - Der Preis der Mode

Die Dokumentation „The True Cost – Der Preis der Mode“ von Andrew Morgan erforscht den Zusammenhang von Mode und Textilindustrie und zwar vom Designer bis zur Herstellung, die oft unter katastrophalen Bedingungen geschieht, und den Einfluss dessen auf unsere Erde. Darüber hinaus reist der Filmemacher auch in Slums armer Länder und stellt die Frage, weshalb seit Jahren der Preis für Kleidung fällt, wenn die Umwelt- und Arbeitskosten doch weiter steigen. Wer trägt die tatsächlichen Kosten unserer Kleidung?

FSK: ohne, Länge: 92 Min., Jahr: 2016, Reportage
Trailer von „The True Cost“ >

Nefarious – Merchant of Souls

Der Film handelt von Menschenhandel und Prostitution weltweit. Er zeigt verschiedene und vielschichtige Gründe und Geschichten, wie Menschen in die Prostitution kommen und was sie dort hält.

FSK: ohne, Länge: 96 Min., Jahr: 2011, Reportage
Trailer von „Nefarious - Merchant of Souls“ >

12 Years a Slave

Der Oscar-prämierte Film von Steve McQueen erzählt die bewegende und wahre Geschichte des freien Afro-Amerikaners Solomon Northup, der Mitte des 19. Jahrhunderts aus Saratoga/New York in die Südstaaten entführt wurde und 12 Jahre unter menschenunwürdigen Bedingungen in der Sklaverei leben musste.

FSK: 12, Länge: 135 Min., Jahr: 2014, Spielfilm
Trailer von „12 Years a Slave“ >


Eden

Die schockierende Geschichte über Zwangsprostitution und Menschenhandel mitten in den USA beruht auf den wahren Erlebnissen einer jungen Frau, die sich aus dieser Hölle befreien konnte und ihren Leidensweg Jahre später öffentlich machte.

FSK: 16, Länge: 94 Min., Jahr: 2013, Spielfilm
Trailer von „Eden“ >

Amazing Grace

Amazing Grace erzählt die Geschichte des Idealisten William Wilberforce, der sich durch das Britische Parlament des 18. Jahrhunderts manövriert - mit einem Ziel: den britischen Sklavenhandel abzuschaffen. Dadurch macht er sich im House of Commons bei den Abgeordneten der Städte London, Liverpool und Bristol, die am Handel mit Sklaven sehr gut verdienen, sehr viele Feinde. Doch Wilberforce gibt nicht auf, auch wenn er sich dabei mit übermächtigen Gegnern anlegen muss.

FSK: 12, Länge: 111 Min., Jahr: 2006, Spielfilm
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Ich, die Sklavin

Dieser Film basiert auf der wahren Geschichte der Sudanesin Mende Nazer. Als 12-Jährige wird sie gekidnappt und auf einem Sklavenmarkt im Sudan verkauft. So landet sie bei einer Diplomatenfamilie in London, für die sie unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeitet. „Ich, die Sklavin“ bietet Einblick in eine Welt, die man im modernen Europa fälschlicherweise für ausgestorben hält.

FSK: 12, Länge: 80 Min., Jahr: 2010, Spielfilm
Trailer von „Ich, die Sklavin“ >

Tricked!

Die amerikanische Doku „Tricked!“ lässt Opfer von Menschenhandel ebenso zu Wort kommen wie Freier, Zuhälter und auch Polizisten. Der offizielle Trailer ist auf YouTube zu finden, den ganzen Film gibt es unter anderem auf Netflix zu sehen.

FSK: 16, Länge: 73 Min., Jahr: 2013, Reportage
Trailer von „Tricked!“ >


Trade – Willkommen in Amerika

Als die 13-Jährige Adriana in Mexiko von einem Menschenhändlerring entführt wird, begibt sich ihr 17-Jähriger Bruder Jorge auf die Suche nach ihr. Adriana trifft währenddessen auf die junge Polin Veronica, die derselben Vereinigung in die Hände gefallen ist. Als Jorge auf Ray, einen texanischen Versicherungspolizisten trifft, wird dieser für ihn zu einem Verbündeten bei der Suche nach Adriana. Verzweifelt jagen sie Adrianas Entführer, bevor diese ihr Opfer verkaufen können.

FSK: 16, Länge: 115 Min., Jahr: 2007, Spielfilm
Trailer von „Trade - Willkommen in Amerika“ >


Online kostenfrei verfügbar

Darf ich für Sex bezahlen?

Bei „Die Frage“ werden keine einfachen Antworten auf knifflige Fragen gegeben. In zahlreichen YouTube-Videos werden verschiedene Themen Woche für Woche von unterschiedlichen Seiten aus beleuchtet. Hierfür kommen ganz unterschiedliche  Menschen zu Wort, um von ihren ganz individuellen Erfahrungen zu berichten. In einer Reihe geht der Reporter der Frage „Darf ich für Sex bezahlen?“ nach und stellt unter anderem fest, wie komplex die Thematik Prostitution ist.

In der Folge „Niemand darf für Prostitution bezahlen“ kommt Sandra Norak zur Wort. Sie war selbst sechs Jahre lange in der Prostitution, hat viel erlebt und gesehen. Sie widerspricht der These, dass Prostitution ein Beruf wie jeder andere ist. Außerdem betont sie: „Es mag sein, dass es ein paar Einzelne gibt, die das machen und sagen es ist okay für sie. Aber die große Masse macht es eben nicht, weil es ein Job wie jeder andere ist, sondern weil sie da nicht mehr rauskommen.“

Länge: 9 Min., Jahr: 2018
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In der Folge „Straßenstrich: Das passiert auf der Kurfürstenstraße“ begleitet Reporter Michael die auf der Berliner Kurfürstenstraße tätige Streetworkerin Anna-Lena, die versucht Frauen am Straßenstrich zu helfen. Es wird klar: hier herrscht kein selbstbestimmtes Arbeiten – sondern eindeutig Armuts- und Zwangsprostitution. Die Bedingungen auf dem Straßenstrich sind hart: Seit der Liberalisierung der Prostitution in Deutschland sind die Preise „in den Keller gefallen“. Viele Freier nutzen das aus, erzählt die Streetworkerin. Viele der Prostituierten träumen davon, endlich rauszukommen und ein anderes Leben zu führen – aber nur die wenigsten schaffen es tatsächlich.

Länge: 10 Min., Jahr: 2018
Hier geht’s zur Folge >

In der Folge „Prostitution - Warum ich nicht für Sex bezahlen würde“ wird deutlich, wie intensiv sich der Reporter Michael mit der Beantwortung der Frage „Darf ich für Sex bezahlen?“ und Prostitution an sich auseinandergesetzt hat. Er spricht mit Menschen, die sich freiwillig und unfreiwillig prostituieren oder prostituiert haben. Er gelangt letztendlich zu der Erkenntnis, dass „in der Prostitution auch ganz schön viel Druck, Zwang und Manipulation abläuft” und „richtig viel Scheiße passiert“.

Länge: 5 Min., Jahr: 2018
Hier geht’s zur Folge >

Alle Folgen der Reihe „Darf ich für Sex bezahlen?“ findest du hier.

Operation Zucker

„Operation Zucker“ ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2012. Es geht thematisch um Kinderhandel und -prostitution in Deutschland und gibt Einblicke in mächtige Netzwerke und Korruption.

FSK: 16, Länge: 88 Min., Jahr: 2012, Spielfilm
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Bordell Deutschland – Milliardengeschäft Prostitution

Seit 2002 herrscht in unserem Land eine der liberalsten Prostitutionsgesetzgebungen Europas – seitdem sind immer mehr Bordelle entstanden. Das Geschäft boomt, mit bizarren Auswüchsen. Die brandneue Dokumentation „Bordell Deutschland“ von ZDFinfo berichtet ausführlich über die Situation in der Prostitution in Deutschland und lässt dabei verschiedene Personen zu Wort kommen – unter anderem Freier, einen ehemaligen Kriminalpolizisten, eine deutsche Betroffene der Loverboy-Masche, Betreiber/innen, einen Zuhälter, eine Vertreterin des Bundesverbands sexueller Dienstleistungen, Sozialarbeiter/innen und viele mehr.

FSK: 16, Länge: 45 bzw. 89 Min., Jahr: 2017, Reportage
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Mode schlägt Moral!

Die globale Modeindustrie ist undurchsichtig, ausbeuterisch und umweltschädlich! Aber wir als Konsument/innen haben die Macht das zu verändern! Wir lieben Mode, aber nicht auf Kosten anderer Menschen. Wie kann Kleidung fair sein? Darüber berichtet die Dokumentation „Mode schlägt Moral!“.

FSK: ohne, Länge: 44 Min., Jahr: 2017, Reportage
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Verliebt, verführt, verkauft!

Loverboys spielen ihren oft minderjährigen Opfern die große Liebe vor und drängen sie mit psychischer und körperlicher Gewalt zur Prostitution. Die Dokumentation „Verliebt, verführt, verkauft!“ geht der Frage nach, wie die Masche der Loverboys funktioniert und wieso junge Frauen darauf reinfallen.

FSK: ohne, Länge: 29 Min., Jahr: 2017, Reportage
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Ich gehöre ihm

Der ARD-Spielfilm zeigt eindrücklich das manipulative Vorgehen von sogenannten Loverboys. Die 15-Jährige Caro verliebt sich in den charmanten 19-Jährigen Cem. Was zunächst wie Caros großes Glück wirkt, entpuppt sich schon bald als Albtraum. Denn nachdem Cem ihr die große Liebe vorgaukelt, drängt er sie in die Prostitution.

FSK: 12, Länge: 88 Min., Jahr: 2017, Spielfilm
Trailer von „Ich gehöre ihm“ >
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Ware Mädchen

Zwangsprostitution - ein Geschäft, das Zuhältern und skrupellosen Geschäftemachern Millionen sichert. Die rbb Reporter haben über ein Jahr lang Kontakt zu rumänischen Frauen aufgebaut, die schildern, wie sie von brutalen Menschenhändlern in der Heimat in die Falle gelockt wurden. Die Reportage zeigt den schwierigen Weg aus dem brutalen Kreislauf von erzwungenem Sex und Gewalt.

FSK: ohne, Länge: 43 Min., Jahr: 2014, Reportage
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